E-Commerce-Sicherheit in Italien: So schützen Sie Online-Shops und gewinnen das Vertrauen Ihrer Kundschaft

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  1. Einführung
  2. Was sind die häufigsten Bedrohungen für E-Commerce-Unternehmen?
    1. Zahlungsbetrug
    2. Phishing-Angriffe
    3. Brute-Force-Angriffe
    4. Datendiebstahl oder -verlust
    5. Betrug gegen Unternehmen
  3. So schützen Sie Ihr E-Commerce-Unternehmen in Italien
    1. Ihre Plattform auf dem neuesten Stand halten
    2. Ihr SSL-Zertifikat installieren und regelmäßig erneuern
    3. Ein starkes Authentifizierungssystem implementieren
    4. Fortschrittliche Betrugsbekämpfungssysteme einsetzen
    5. Sensible Daten schützen und isolieren
    6. Zugriff auf das Administrationspanel verwalten
    7. Regelmäßige Backups durchführen
  4. So überzeugen Sie Ihre Kundschaft von der Sicherheit Ihres Online-Shops
    1. Zertifizierungen und Sicherheitsindikatoren anzeigen
    2. Die Verwendung fortschrittlicher Zahlungsprotokolle hervorheben
    3. Ihre Datenschutzerklärung gut sichtbar platzieren
    4. Verfügbare Zahlungsmethoden kommunizieren
    5. Zugängliche Support-Erfahrungen bieten
    6. Website-Inhalte und Markenreputation verwalten
  5. Die wichtigsten Sicherheitsfunktionen für Online-Shops in Italien
    1. SSL-Zertifikat und HTTPS-Protokoll
    2. Fortschrittliche Betrugsbekämpfungssysteme
    3. Starke Kundenauthentifizierung (SCA)
    4. Sicherheit auf Server- und Infrastrukturebene
    5. Sicherheit auf Anwendungsebene
    6. Zahlungsprüfungen und Datenverifizierung
    7. Sichere Verwaltung von Administratorkonten
    8. Ständige Überwachung und Aufzeichnung von Ereignissen
    9. Anhand welcher Kriterien lässt sich die Zuverlässigkeit einer E-Commerce-Website beurteilen?
    10. Was ist ein E-Commerce-Sicherheitscode?
  6. Datenschutz und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
  7. Sicherheitsanforderungen für E-Commerce-Unternehmen in Italien
    1. Technische Anforderungen
    2. Betriebliche Anforderungen
    3. Anforderungen an die Zahlungssicherheit
    4. Datenschutzanforderungen
  8. So kann Stripe Radar Sie unterstützen

Wenn Sie in Italien Online-Handel betreiben, sollte die Sicherheit Ihres E-Commerce-Geschäfts eine Ihrer obersten Prioritäten sein. Es ist wichtig, Zahlungen, personenbezogene Daten, sensible Informationen und Betriebsabläufe zu schützen und gleichzeitig ein reibungsloses Einkaufserlebnis zu gewährleisten. Es gibt zahlreiche Cyber-Bedrohungen, die Unternehmen sowie Kundinnen und Kunden betreffen können: Betrug, Datendiebstahl, unbefugte Zugriffsversuche und Scams.

Dieser Artikel behandelt die häufigsten Bedrohungen für E-Commerce-Unternehmen und erläutert, wie Sie Ihr Unternehmen angemessen schützen und Ihre Kundschaft von der Sicherheit Ihres Online-Shops überzeugen können. Außerdem stellen wir die wichtigsten Sicherheitsanforderungen für E-Commerce-Unternehmen in Italien vor.

Worum geht es in diesem Artikel?

  • Was sind die häufigsten Bedrohungen für E-Commerce-Unternehmen?
  • So schützen Sie Ihr E-Commerce-Unternehmen in Italien
  • So überzeugen Sie Ihre Kundschaft von der Sicherheit Ihres Online-Shops
  • Die wichtigsten Sicherheitsfunktionen für Online-Shops in Italien
  • Datenschutz und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)
  • Sicherheitsanforderungen für E-Commerce-Unternehmen in Italien
  • So kann Stripe Radar Sie unterstützen

Was sind die häufigsten Bedrohungen für E-Commerce-Unternehmen?

Die Sicherheit im E-Commerce in Italien wird durch eine Reihe von Risiken bedroht, die Unternehmen jeder Größe betreffen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die häufigsten Bedrohungen vor.

Zahlungsbetrug

Kreditkartenbetrug ist eines der häufigsten Risiken für Online-Unternehmen. In vielen Fällen verwenden betrügerische Akteure gestohlene oder durch Malware, Phishing oder Datenbankverletzungen erlangte Kartennummern, um im Namen ahnungsloser Karteninhaber/innen Einkäufe zu tätigen. Wenn die Bank des Kunden bzw. der Kundin die nicht autorisierte Belastung entdeckt, wird die Transaktion storniert. Daraufhin entsteht dem Unternehmen eine Rückbuchung, die zum Verlust des Betrags und der damit verbundenen Gebühren führt.

Um das Risiko für diese Art von Angriffen zu verringern, sind Technologien und operative Kontrollen von entscheidender Bedeutung. Zu den wirksamsten Maßnahmen gehören die Überprüfung des Kartenprüfwerts (CVV) während der Zahlung, die starke Kundenauthentifizierung (SCA) mit Three-Domain (3D) Secure, die Einführung von auf maschinellem Lernen basierenden Betrugspräventionssystemen zur Überprüfung von Rechnungsadressen und Kundenverhalten sowie die ständige Überwachung atypischer Transaktionen. Eine klare Richtlinie für den Umgang mit verdächtigen Bestellungen kann ebenfalls dazu beitragen, das Risiko erheblich zu verringern. Hierzu kann die manuelle Überprüfung von Bestellungen mit hohen Beträgen, ungewöhnlichen Adressen oder mehreren fehlgeschlagenen Zahlungsversuchen gehören.

Phishing-Angriffe

Betrügerische Akteure klonen eine bestehende Websites, um Anmeldedaten und sensible Daten zu stehlen. Phishing kann Kundinnen und Kunden und auch Unternehmen betreffen und die Sicherheit von Online-Shops gefährden.

Brute-Force-Angriffe

Hierbei handelt es sich um automatisierte Versuche, Passwörter, Zugangscodes oder sensible Anmeldedaten zu erraten, wobei schnell Tausende von Kombinationen ausprobiert werden. Betrügerische Akteure verwenden Software, die gängige Passwörter, vorhersehbare Variationen oder ganze Zahlenfolgen testet, bis sie das richtige Passwort gefunden haben. Diese Art von Angriff kann sowohl Kundenkonten als auch den Verwaltungsbereich des Shops betreffen. Um sich gegen diese Angriffe zu schützen, können Online-Unternehmen die folgenden Maßnahmen ergreifen:

Datendiebstahl oder -verlust

Betrug im Zusammenhang mit Datendiebstahl oder -verlust steht häufig im Zusammenhang mit unzureichend geschützten Servern oder veralteten Plug-ins. Unternehmen, die verstehen möchten, wie sie eine sichere E-Commerce-Website erstellen können, sehen sich häufig mit Schwachstellen konfrontiert, die auf veraltete Software zurückzuführen sind.

Betrug gegen Unternehmen

Betrug, der sich direkt gegen Unternehmen richtet, kann genauso schädlich sein wie Zahlungsbetrug. Zu den häufigsten Betrugsmaschen gehören die folgenden:

  • Betrügerische Rückerstattungsanträge: Obwohl der Kunde bzw. die Kundin das Produkt erhalten hat, behauptet er oder sie, es nicht oder in beschädigtem Zustand erhalten zu haben. Ziel ist es, eine ungerechtfertigte Rückerstattung zu erhalten..
  • Zahlungs-Spoofing: Der betrügerische Akteur manipuliert oder fälscht Daten wie E-Mails, Benachrichtigungen oder Zahlungsbelege, um eine Transaktion als gültig auszugeben, obwohl sie nie autorisiert wurde oder gar nicht existiert. Spoofing besteht darin, echte Informationen zu imitieren oder zu verschleiern, um das Unternehmen zu täuschen.
  • Erstellung gefälschter Konten: Betrügerische Akteure und automatisierte Bots erstellen fiktive Profile. Sie nutzen diese gefälschten Konten, um Zahlungen mit gestohlenen Karten zu versuchen, Werbeaktionen für neue Kundinnen und Kunden auszunutzen oder Kontrollsysteme zu umgehen.
  • Wiederholte Versuche mit kompromittierten Karten: Einige betrügerische Akteure testen mehrere Kartennummern durch kleine Zahlungen und verursachen dadurch Betriebskosten und Rückbuchungsrisiken.

Die häufigsten Bedrohungen für E-Commerce-Unternehmen und vorbeugende Maßnahmen

Bedrohung

Beschreibung

Prävention

Zahlungsbetrug

Verwendung gestohlener oder kompromittierter Karten

CVV, 3D Secure, Betrugsbekämpfungssysteme, URL-Prüfungen (Uniform Resource Locator)

Phishing

Gefälschte Websites, die Zugangsdaten stehlen

Kundenaufklärung, Domain-Überprüfung, Hypertext Transfer Protocol Secure (HTTPS)

Brute-Force-Angriffe

Automatische Versuche, Passwörter zu erraten

Sichere Passwörter, begrenzte Anmeldeversuche, 2FA, Überwachung ungewöhnlicher Zugriffe

Datendiebstahl

Verstöße gegen Server- oder Content-Management-Systeme (CMS)

Updates, zuverlässige Plug-ins, Backups

Betrug gegen Unternehmen

Betrügerische Rückgaben, nicht autorisierte Rückbuchungen, Zahlungsfälschungen

Überprüfung verdächtiger Bestellungen, klare Richtlinien

So schützen Sie Ihr E-Commerce-Unternehmen in Italien

Der Schutz eines E-Commerce-Unternehmen erfordert die Kombination von Technologien, internen Abläufen und bewährten Praktiken. Angesichts immer raffinierterer Cyberangriffe – von unbefugten Zugriffsversuchen und Zahlungsbetrug bis hin zu anfälligen Plug-ins und veralteter Infrastruktur – darf Sicherheit nicht dem Zufall überlassen werden. Jedes Online-Unternehmen, unabhängig von seiner Größe, muss einen strukturierten, mehrstufigen Ansatz verfolgen, der technische Tools und organisatorische Maßnahmen umfasst. Im Folgenden besprechen wir die wichtigsten Maßnahmen, mit denen Sie die Sicherheit Ihres Online-Shops erheblich verbessern können.

Ihre Plattform auf dem neuesten Stand halten

Die Aktualisierung Ihres CMS, Ihrer Plug-ins und Ihrer Themes ist nicht nur eine Frage der Funktionalität. Viele Patches beheben Sicherheitslücken, die bereits bekannt sind und von betrügerischen Akteuren aktiv ausgenutzt werden. Die Verwaltung eines E-Commerce-Unternehmens auf Basis von Plattformen wie WordPress, WooCommerce oder Shopify erfordert die ständige Überwachung neuer Versionen, die Entfernung nicht verwendeter Erweiterungen und die ausschließliche Verwendung von Komponenten, die von zuverlässigen Anbietern entwickelt und gepflegt werden. Eine aktualisierte Website reduziert das Risiko von Eindringlingen erheblich.

Ihr SSL-Zertifikat installieren und regelmäßig erneuern

Das SSL-Zertifikat ist eine der Säulen der Online-Sicherheit. Es stellt sicher, dass die gesamte Kommunikation zwischen Browsern und Servern verschlüsselt wird, und schützt sensible Daten wie Passwörter und persönliche Daten. Es ist nicht nur eine technische Anforderung, sondern auch ein Zeichen des Vertrauens für Kundinnen und Kunden. Das Vorhängeschloss-Symbol in der URL-Leiste bestätigt, dass die Website legitim und sicher ist. Online-Unternehmen sollten sicherstellen, dass das SSL-Zertifikat stets gültig und korrekt konfiguriert ist.

Ein starkes Authentifizierungssystem implementieren

Der Schutz von Administratorkonten ist unerlässlich. Ein kompromittierter Zugriff kann Ihren gesamten Online-Shop gefährden. Verwenden Sie starke Passwörter, aktivieren Sie 2FA und beschränken Sie Anmeldeversuche von verdächtigen IP-Adressen. Für Unternehmen bietet die Verwendung von Protokollen wie 3D Secure für Zahlungen zusätzliche Sicherheit hinsichtlich der Identität des Kunden bzw. der Kundin. Das Ziel besteht darin, zu verhindern, dass eine einzige anfällige Anmeldeinformation die gesamte Plattform gefährdet.

Fortschrittliche Betrugsbekämpfungssysteme einsetzen

Ein modernes E-Commerce-Unternehmen kann sich nicht allein auf grundlegende Bankprüfungen verlassen. Lösungen wie Stripe Radar verwenden Machine-Learning-Modelle, die Tausende von Signalen in Echtzeit analysieren (z. B. IP-Adressen, Surfverhalten, Verlauf von Zahlungsversuchen), um verdächtige Transaktionen zu identifizieren und zu blockieren, bevor sie autorisiert werden. Diese Tools tragen dazu bei, Rückbuchungen, Betriebskosten und Fehlalarme zu reduzieren und gleichzeitig die Konversionsraten zu verbessern.

Sensible Daten schützen und isolieren

Kundeninformationen müssen mit Sorgfalt behandelt werden. Speichern Sie niemals Kartendaten auf Ihrem Server. Beauftragen Sie stattdessen PCI-zertifizierte Anbieter mit der Verwaltung, die Karten automatisch tokenisieren und unbefugten Zugriff verhindern. Verwenden Sie außerdem sichere Server, segmentieren Sie den Zugriff und wenden Sie Verschlüsselungsprotokolle für die Datenspeicherung an.

Zugriff auf das Administrationspanel verwalten

Neben 2FA ist es auch wichtig, klare Rollen und Berechtigungen für diejenigen festzulegen, die auf den Shop zugreifen. Vermeiden Sie es, Kundinnen und Kunden übermäßige Berechtigungen zu gewähren, protokollieren Sie alle internen Aktivitäten und überwachen Sie verdächtige Änderungen. Die interne Sicherheit wird oft unterschätzt, aber viele Sicherheitsverletzungen sind auf kompromittierte Konten oder menschliches Versagen zurückzuführen.

Regelmäßige Backups durchführen

Ein Backup ist nur dann nützlich, wenn es funktioniert. Richten Sie eine automatische und regelmäßige Backup-Strategie ein, die Dateien, Datenbanken und Website-Einstellungen umfasst. Speichern Sie diese an einem vom Hauptserver getrennten Ort und überprüfen Sie regelmäßig, ob die Wiederherstellung funktioniert. Dies schützt Sie vor Ransomware, Hardwareausfällen und versehentlichem Löschen.

So überzeugen Sie Ihre Kundschaft von der Sicherheit Ihres Online-Shops

Die wahrgenommene Sicherheit ist ebenso wichtig wie die technische Sicherheit. Selbst die besten Betrugsschutzsysteme sind nicht hilfreich, wenn sich Kundinnen und Kunden beim Bezahlvorgang nicht vollständig geschützt fühlen. In einem wettbewerbsintensiven Markt wie Italien ist Vertrauen ein entscheidender Faktor für die Konversion. Kundinnen und Kunden, die Ihre Website nicht als zuverlässig empfinden, werden ihren Warenkorb verlassen oder sich für Ihre Mitbewerber entscheiden. Deshalb ist es wichtig, die umgesetzten Maßnahmen klar und transparent zu kommunizieren, unnötige technische Details zu vermeiden und Protokolle hervorzuheben, die für Kundinnen und Kunden entscheidend sind.

Zertifizierungen und Sicherheitsindikatoren anzeigen

Bestimmte Elemente können sofort das Gefühl einer sicheren Umgebung vermitteln, wie beispielsweise das SSL-Vorhängeschloss, PCI-Konformität-Badges oder Logos vertrauenswürdiger Partner. Selbst kleine Details wie eine übersichtliche Fußzeile oder ein fehlerfreier Bezahlvorgang tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen.

Die Verwendung fortschrittlicher Zahlungsprotokolle hervorheben

Erklären Sie in einfachen Worten, dass Ihr Shop Schutztools wie 3D Secure, CVV und intelligente Betrugspräventionssysteme verwendet. Viele Kundinnen und Kunden sind mit Fachbegriffen nicht vertraut, schätzen es jedoch zu wissen, dass jede Zahlung zusätzlichen Kontrollen unterzogen wird.

Ihre Datenschutzerklärung gut sichtbar platzieren

Eine klare, gut lesbare Datenschutzerklärung, die nicht am Ende der Seite versteckt ist, erhöht die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke. Erläutern Sie, wie Sie personenbezogene Daten verarbeiten, welche Informationen Sie erfassen und warum Sie diese erfassen. Die transparente Verwendung von Cookies trägt ebenfalls dazu bei, Vertrauen aufzubauen, insbesondere wenn Sie Ihre Entscheidungen zur Datenverwaltung auf einfache Weise kommunizieren.

Verfügbare Zahlungsmethoden kommunizieren

Kundinnen und Kunden fühlen sich oft wohler, wenn sie Zahlungsoptionen sehen, die sie kennen und wiedererkennen, wie etwa Karten, Digital Wallets, Überweisungen oder weit verbreitete lokale Optionen. Informationen über die in diesen Zahlungsmethoden integrierten Sicherheitsmaßnahmen können die Bedenken der Kundinnen und Kunden weiter verringern.

Zugängliche Support-Erfahrungen bieten

Die Angabe direkter Kontaktinformationen (z. B. E-Mail, Chat oder Telefonnummer), die Angabe von Antwortzeiten und die Darstellung eines Problemlösungsansatzes fördern die Konversion. Kundinnen und Kunden vertrauen Shops, die schnell reagieren und über leicht auffindbare Support-Optionen verfügen.

Website-Inhalte und Markenreputation verwalten

Klare Beschreibungen, professionelle Bilder, verifizierte Bewertungen und ein einheitliches Layout tragen zur allgemeinen Wahrnehmung von Zuverlässigkeit bei. Eine gut gepflegte Website vermittelt Engagement und Professionalität. Dies sind Elemente, die Kundinnen und Kunden automatisch mit Sicherheit assoziieren.

Die wichtigsten Sicherheitsfunktionen für Online-Shops in Italien

Die Sicherheit eines E-Commerce-Unternehmens basiert nicht auf einer einzigen Technologie. Vielmehr erfordert sie eine Reihe von Tools und Verfahren, die zusammenwirken, um Zahlungen, Daten und die Website-Infrastruktur zu schützen. Jedes Element deckt einen anderen Aspekt der Gesamtsicherheit ab, wodurch Risiken reduziert und das Vertrauen der Kundinnen und Kunden gestärkt werden. Im Folgenden werden die technischen und betrieblichen Funktionen erläutert, die Betreiber von Online-Shops für eine verbesserte Sicherheit berücksichtigen sollten.

SSL-Zertifikat und HTTPS-Protokoll

Die SSL-Verschlüsselung bildet die Grundlage einer sicheren Website. Der Übergang von HTTP zu HTTPS stellt sicher, dass alle übertragenen Informationen (z. B. Anmeldedaten, personenbezogene Daten, Kontaktdaten und Zahlungsmethoden) vor dem Abfangen geschützt sind. Ein gültiges SSL-Zertifikat gewährleistet nicht nur eine sichere Kommunikation zwischen Browsern und Servern, sondern verbessert auch das Image der Website. Wenn Kundinnen und Kunden in ihrem Browser eine als „sicher“ gekennzeichnete Verbindung sehen, empfinden sie die Umgebung sofort als vertrauenswürdiger.

Fortschrittliche Betrugsbekämpfungssysteme

Moderne Betrugsbekämpfungssysteme analysieren jede Zahlung in Echtzeit mithilfe von Algorithmen und Verhaltensmodellen. Sie bewerten Faktoren wie IP-Adressen, Geräte, Häufigkeit der Versuche, Dateninkonsistenzen und Anomalien im Kundenverhalten. Wenn diese Systeme ein hohes Risiko erkennen, blockieren sie die Transaktion oder kennzeichnen sie für eine manuelle Überprüfung. Dieser Ansatz hilft, Betrug zu erkennen, bevor er zu Rückbuchungen führt, Betriebskosten zu senken und die Bestellqualität zu verbessern, wodurch ein wesentlich effektiverer Schutz als bei herkömmlichen Kontrollen gewährleistet wird.

Starke Kundenauthentifizierung (SCA)

Die überarbeitete Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) hat SCA zur Erhöhung der Sicherheit von Online-Zahlungen verbindlich vorgeschrieben. SCA führt eine zusätzliche Verifizierungsstufe ein, die die Identität des Kunden bzw. der Kundin bestätigt. Dazu gehören die Verifizierung durch Einmalpasswörter (OTP-Codes), Authentifizierungs-Apps und biometrische Daten. Viele Kundinnen und Kunden empfinden diese Überprüfungen als Garant für Schutz, insbesondere wenn beim Bezahlvorgang vor der Bestellbestätigung ein temporärer Code erforderlich ist.

Sicherheit auf Server- und Infrastrukturebene

Der Schutz des Servers ist wichtig, da viele Angriffe in technologischen Bereichen stattfinden, die für Kundinnen und Kunden nicht sichtbar sind. Neben Firewalls, die verdächtigen Datenverkehr filtern, und Intrusion-Detection-Systemen ist es wichtig, den Server korrekt zu konfigurieren. Dazu gehört das Schließen unnötiger Netzwerkports. Dies sind Kommunikationskanäle, die für das Funktionieren der Website nicht erforderlich sind, aber, wenn sie offen bleiben, zu Einstiegspunkten für betrügerische Akteure werden können. Darüber hinaus erhöhen Hosting mit zertifizierten Rechenzentren, ständige Überwachung und regelmäßige Backups den Gesamtschutz.

Sicherheit auf Anwendungsebene

Viele Sicherheitsverletzungen entstehen durch Probleme, die direkt in der Software der Website liegen. Fehlerhafte Module, veraltete Plug-ins und andere Funktionen ermöglichen es betrügerischen Akteuren, bösartigen Code in Seiten einzufügen. Angriffe, bei denen Befehle in die Datenbank eingefügt oder Skripte in Webseiten injiziert werden, können Daten und Speicheroperationen gefährden. Um dies zu vermeiden, ist es unbedingt erforderlich, die Plattform regelmäßig zu aktualisieren, nur zuverlässige Erweiterungen zu verwenden und Sicherheitsupdates sofort zu installieren. Regelmäßige Überprüfungen – entweder automatisiert oder durch spezielle Tests – können ebenfalls dazu beitragen, Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben, bevor sie missbraucht werden.

Zahlungsprüfungen und Datenverifizierung

Moderne Zahlungsgateways bieten wichtige Prüfungen. Dazu gehören die CVV-Verifizierung und das Address Verification System (AVS). Zahlungsgateways überprüfen auch die Übereinstimmung zwischen dem Land, in dem die Karte ausgestellt wurde, und dem Land des Kunden bzw. der Kundin und ermitteln die Reputation des Zahlungsinstruments. Diese Prüfungen dienen als zusätzliche Filter, die das Risiko betrügerischer Transaktionen verringern und die Qualität der eingegangenen Bestellungen verbessern.

Sichere Verwaltung von Administratorkonten

Viele Sicherheitsverletzungen beginnen mit einem unbefugten Zugriff auf das Verwaltungspanel. Es ist wichtig, Berechtigungen zu beschränken, bestimmte Rollen festzulegen, 2FA zu aktivieren, interne Aktivitäten zu protokollieren und die Anzahl der Nutzer/innen zu reduzieren, die Zugriff auf wichtige Funktionen wie Bestelldaten und Zahlungskonfigurationen haben. Selbst ein einfacher menschlicher Fehler kann erheblichen Schaden verursachen. Daher müssen klare Verfahren und interne Kontrollen eingerichtet werden.

Ständige Überwachung und Aufzeichnung von Ereignissen

Ein effektives Sicherheitssystem ist niemals statisch. Durch die kontinuierliche Überwachung von Zugriffen, Fehlern, fehlgeschlagenen Zahlungsversuchen und verdächtigen IP-Adressen können Anomalien erkannt werden, bevor sie zu tatsächlichen Angriffen werden. Das Führen von Protokollen und deren regelmäßige Analyse hilft Unternehmen, Veränderungen im Kundenverhalten zu verstehen und verdächtige Muster zu erkennen.

Anhand welcher Kriterien lässt sich die Zuverlässigkeit einer E-Commerce-Website beurteilen?

Überprüfen Sie zunächst, ob die Verbindung sicher ist (z. B. durch das Vorhängeschloss-Symbol und „https“ in der URL). Prüfen Sie anschließend, ob das Unternehmen transparente Informationen bereitstellt, darunter seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), Kontaktdaten, Verkaufsbedingungen, Rückgaberecht und Datenschutzerklärung. Sichere Zahlungsmethoden wie Karten, Digital Wallets und Systeme mit zusätzlicher Authentifizierung sind ein weiterer wichtiger Indikator.

Das Lesen externer Bewertungen, die Überprüfung der Reputation der Domain und die Vorsicht bei ungewöhnlich niedrigen Preisen oder ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen können Kundinnen und Kunden dabei helfen, Betrug zu vermeiden.

Was ist ein E-Commerce-Sicherheitscode?

Es gibt keinen einheitlichen „E-Commerce-Sicherheitscode“. Dieser Begriff bezieht sich in der Regel auf eine Reihe von Verifizierungselementen, die bei einem Online-Kauf verwendet werden. Zu den gängigsten gehören die folgenden:

  • CVV: Dies ist der drei- oder vierstellige Code auf der Karte, der zur Bestätigung der Zahlung erforderlich ist.
  • 3D Secure- und OTP-Codes: Hierbei handelt es sich um einen temporären Code, der von der Bank per SMS, App oder Benachrichtigung gesendet wird und zur Authentifizierung des Karteninhabers bzw. der Karteninhaberin dient.
  • Andere Zugriffscodes: Dazu können Passwörter, persönliche Identifikationsnummern (PINs) oder zusätzliche Verifizierungen gehören, die von der Website verlangt werden.

Datenschutz und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Der Datenschutz ist eine der Säulen der E-Commerce-Sicherheit in Italien. Die DSGVO schreibt spezifische Regeln für folgende Bereiche vor:

  • Minimale Datenerhebung: E-Commerce-Unternehmen sollten nicht mehr Daten erheben, als erforderlich sind.
  • Sichere Speicherung: Daten müssen archiviert werden, um das Risiko von Verstößen zu minimieren.
  • Rechtsgrundlage: Jeder Verarbeitungsvorgang muss einen klaren und gerechtfertigten Zweck haben.
  • Transparenz: Es ist wichtig, den Kundinnen und Kunden klare Informationen zur Verfügung zu stellen. Viele Besucher/innen beurteilen die Sicherheit eines Online-Shops, indem sie dessen Datenschutz- und Cookie-Richtlinien lesen.
  • Datenschutzverletzung: Im Falle einer Verletzung verlangt die DSGVO eine unverzügliche Benachrichtigung der zuständigen Behörde und der Kundinnen und Kunden.

Sicherheitsanforderungen für E-Commerce-Unternehmen in Italien

Jeder, der einen Online-Shop in Italien einrichtet, muss bestimmte grundlegende Verpflichtungen erfüllen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Anforderungen.

Technische Anforderungen

  • SSL-Zertifikat
  • Einhaltung des Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) durch zertifizierte Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe)
  • Fortschrittliche Betrugsbekämpfungssysteme
  • Obligatorische starke Kundenauthentifizierung (SCA)
  • Sicherer Zugang und HTTPS auf der gesamten Website

Betriebliche Anforderungen

  • Regelmäßige Backups
  • Software-Updates
  • Konsequente Zahlungsüberwachung
  • Zugriffsprotokolle und interne Betriebskontrollen

Anforderungen an die Zahlungssicherheit

Die PSD2 verlangt eine starke Authentifizierung durch Funktionen wie OTP, 3D Secure und CVV-Verifizierung, die von vielen Kundinnen und Kunden als „E-Commerce-Sicherheitscodes” bezeichnet werden.

Datenschutzanforderungen

  • Einhaltung der DSGVO
  • Transparente Richtlinien
  • Sicherheit archivierter Daten
  • Ausdrückliche und registrierte Einwilligung

So kann Stripe Radar Sie unterstützen

Stripe Radar verwendet KI-Modelle, um Betrug zu erkennen und zu verhindern. Diese Modelle wurden mit Daten aus dem globalen Netzwerk von Stripe trainiert. Sie werden kontinuierlich auf der Grundlage neuester Betrugstrends aktualisiert und schützen Ihr Unternehmen vor aufkommenden betrügerischen Aktivitäten.

Stripe bietet außerdem Radar for Fraud Teams an, mit dem Nutzer/innen benutzerdefinierte Regeln für Betrugsszenarien hinzufügen können, die speziell auf ihr Unternehmen zugeschnitten sind. Außerdem erhalten sie Zugang zu neuesten Erkenntnissen über betrügerische Aktivitäten.

Mit Radar kann Ihr Unternehmen unter anderem Folgendes umsetzen:

  • Verlust aufgrund von Betrug vermeiden: Stripe wickelt jährlich Zahlungen in Höhe von über 1 Billion USD ab. Dadurch kann Radar auf einzigartige Weise Betrug genau erkennen und verhindern.

  • Umsatz steigern: Die KI-Modelle von Radar werden anhand tatsächlicher Anfechtungsdaten, Kundeninformationen, Daten zum Surfverhalten und mehr trainiert. Damit kann Radar riskante Transaktionen identifizieren und falsch positive Ergebnisse reduzieren und so Ihren Umsatz steigern.

  • Zeit sparen: Radar ist in Stripe integriert und lässt sich ohne Codierung einrichten. Sie können über eine einzige Plattform Ihre Performance mit Blick auf Betrug überwachen, Regeln schreiben und vieles mehr. Das erhöht die Effizienz.

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Der Inhalt dieses Artikels dient nur zu allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und sollte nicht als Rechts- oder Steuerberatung interpretiert werden. Stripe übernimmt keine Gewähr oder Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Angemessenheit oder Aktualität der Informationen in diesem Artikel. Sie sollten den Rat eines in Ihrem steuerlichen Zuständigkeitsbereich zugelassenen kompetenten Rechtsbeistands oder von einer Steuerberatungsstelle einholen und sich hinsichtlich Ihrer speziellen Situation beraten lassen.

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